Die Maine Coon - ein amerikanischer Pionier
Riesige Wälder,
reißende Flüsse, klirrende Kälte im Winter und
brütende Hitze im Sommer – diesen harten
Bedingungen Neuenglands hat sich die Maine Coon im
Laufe der Jahre ihrer Entwicklung hervorragend
angepasst.
Um ihre
Entstehung ranken sich viele Legenden. Tatsächlich
wurden die Vorfahren der Maine Coon, von wem auch
immer, um 1700 aus Europa in das bis dahin
hauskatzenloses Amerika mitgebracht.
Im Laufe der
Jahrhunderte entwickelte sie unter Anpassung an die
extremen klimatischen Verhältnisse ihr langes,
wasserabweisendes Fell mit dichten Höschen an den
Hinterbeinen, einer mähnenartigen Halskrause, dem
auffallend großen, kräftigen, langgestreckten Körper
auf mittelhohen Beinen mit dicken Pfoten, die mit
Haarbüscheln zwischen den Zehen ausgestattet sind.
Der Schwanz ist
lang und buschig. ( Ähnlichkeit mit dem Waschbären ,
dem Racoon )
Der Kopf ist
groß mit kantiger Schnauze und einem kräftigen Kinn.
Die Augen sind rund, leicht schräg gesetzt und
blicken den Betrachter offen an. Die Ohren sind
groß, vorzugsweise mit Pinseln versehen, sie
erinnern an die des Luchses.
Dies alles
verleiht der Maine Coon ein wildkatzenartiges
Aussehen, das stets Aufsehen erregt.
Trotz ihres
langen Haarkleides gehört sie zu den
Halblanghaarkatzen. Aufgrund seiner Struktur
verfilzt ihr Fell kaum. Es ist daher sehr
pflegeleicht und muß nur gelegentlich gekämmt
werden. Außer natürlich beim Fellwechsel vom Winter
- zum Sommerfell, hier ist öfteres kämmen von Nöten.
Farblich sind
alle Variationen möglich. Das Jahr 1985 war ein ganz
besonderes für die Maine Coon. Der Gouverneur von
Maine erklärte sie zur offiziellen Katze dieses US –
Staates.
Der Charakter der
Maine Coon
In ihrem Wesen
vereint die Maine Coon Robustheit, Intelligenz und
Anhänglichkeit.
Auffallend ist
ihre Geselligkeit mit anderen Katzen und ihre
Freundschaft mit Hunden, die sie gerne zum spielen
auffordert.
Die Maine Coon
ist trotz ihres wilden Aussehens eine liebe und
liebebedürftige Wohnungs – und Familienkatze. Im
Gegensatz zu ihrer Größe hat sie eine leise und
zarte Stimme, die sich oft wie das gurren einer
Taube anhört. Obwohl sie von unabhängigem Naturell
ist, passt sie sich problemlos dem Leben in einer
Wohnung an. Ein vernetztes Fenster oder ein
gesicherter Balkon sorgt für einen Sonnenplatz und
Frischluft. Wie jede Katze wird sie einen
Gartenfreilauf, am besten natürlich mit einem
Elektrozaun gesichert, begrüßen.
Eine ruhige
Kuschelkatze ist die Maine Coon nicht, sondern sie
verfügt über ein lebhaftes Temperament. Sorgen Sie
also dafür, dass Ihre Maine Coon etwas zu tun
bekommt, wenn sie danach verlangt. Dabei ist ihr
jeder Spielfreund und jedes Spielzeug recht.
Sie kommt aber
auch gerne auf die Couch zum Schmusen und fordert
ihre Streicheleinheiten oft vehement ein.
Da sie sehr
gesellig ist, sollte sie bei ganztags Berufstätigen
nicht als Einzeltier gehalten werden. |